Eine Operation gilt als letzter Schritt in der Behandlungspyramide für neurogene Darmfunktionsstörungen und ist Personen vorbehalten, denen andere Behandlungen wie Ernährungsumstellung, Medikamente oder transanale Irrigation keine Linderung verschafft haben.1
Zu den chirurgischen Optionen gehören der Malone Antegrade Continence Enema (MACE), bei dem ein Kanal zur Spülung des Darms von oben nach unten geschaffen wird, sowie verschiedene Nervenstimulationstechniken. Andere Operationen können die Anlage eines Stomas (Kolostomie oder Ileostomie) umfassen, wodurch der Stuhl über eine Öffnung im Bauchraum in einen speziellen Beutel abfließen kann. Dieses Verfahren kann die Unabhängigkeit und Lebensqualität erheblich verbessern, erfordert jedoch auch eine sorgfältige und kontinuierliche Pflege des Stomas und der Haut um das Stoma herum.1
Diese Verfahren kommen in der Regel nur dann in Betracht, wenn alle anderen Optionen versagt haben, und die Entscheidung wird gemeinsam mit dem Patienten und einem Spezialisten getroffen.1
Die Operation wird immer auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten, und die Patienten werden vor dem Eingriff sorgfältig über die Vorteile und möglichen Risiken aufgeklärt.
“Wenn der Darm nicht richtig funktioniert, funktioniert oft auch etwas anderes nicht. Das gesamte Leben ist davon betroffen. Das Sexualleben, die Blase und der Darm – es ist wirklich wichtig, dass alles funktioniert.”
Anna | Medizinische Fachkraft
Um mehr über die Auswirkungen von Darmproblemen auf Ihre sexuellen Beziehungen zu erfahren, klicken Sie auf den folgenden Link: