Andreas Erfahrungen mit Blasen- und Darmproblemen

Andrea macht ein Selfie mit seiner Familie. Andrea ist 45 Jahre alt und hat aufgrund seiner MS Blasen- und Darmprobleme
Andrea | Leben mit MS

Lernen Sie Andrea kennen

Andrea Pasquali ist 45 Jahre alt und lebt in Italien. 2012 heiratete er seine Frau Roberta, und zusammen haben sie eine kleine Tochter, Rachele. Er lebt auf dem Land, etwa zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt – dort ist er aufgewachsen und hat schon immer Ruhe und Erholung gefunden und konnte Energie tanken. Anfangs musste er Roberta ein wenig überzeugen, hierherzuziehen, doch als sie die Einfachheit und den Frieden des Landlebens selbst erlebte, war sie begeistert. Andrea verbringt gerne Zeit mit Familie und Freunden. Vor seiner MS-Diagnose war Sport ein wichtiger Teil seines Lebens, und er ging regelmäßig ins Fitnessstudio. 

Andreas Diagnose

„Meine MS kam nicht allmählich. Sie traf mich sofort und mit voller Wucht.“ 

Andreas Weg mit MS begann ziemlich abrupt. Vier Monate vor dem Ausbruch der MS hatte er erstmals kurze Beschwerden beim Wasserlassen. Bald darauf begannen die Darmprobleme, die zu Verstopfung und er war nicht mehr in der Lage seinen Darm zu entleeren. Nachdem er von der Hüfte abwärts gelähmt war, wurde er sofort ins Krankenhaus eingeliefert und mit progressiver remittierender Multipler Sklerose diagnostiziert.  

„Seit meiner Diagnose ist meine Familie mein Fundament. Sie bedeutet mir alles. Sie gab mir Kraft und den Willen, mich durchzukämpfen, wieder auf die Beine zu kommen und wieder laufen zu lernen.“ 

Foto von Andrea vor einer violetten Tür. Bei Andrea wurde progressive remittierende Multiple Sklerose diagnostiziert und er hatte Probleme mit seiner Blase und seinem Darm
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Andreas Blasenprobleme

Anfangs waren Andreas Blasenprobleme noch mild. Es begann mit einem unangenehmen Gefühl in der Blase. Nach Ausbruch seiner MS stellte er fest, dass seine Blase vollständig blockiert war und er überhaupt nicht mehr urinieren konnte.   

„Ich merkte, dass ich ein Blasenproblem hatte, weil ich starke Schmerzen im Unterbauch hatte. Ich konnte nicht urinieren. Ich strengte mich an, aber es ging einfach nicht.“ 

Andreas Lösung für seine Blasenprobleme war der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK).  

„Die Verwendung der gebrauchsfertigen Einmalkatheters war wie eine Wiedergeburt. Ich konnte wieder normal auf die Toilette gehen.“ 

Durch die Katheterisierung gewann er die Kontrolle über seine Blase zurück und konnte viele seiner früheren Aktivitäten wieder ausüben.

Sich an das Katheterisieren gewöhnen

Wenn man mit dem intermittierenden Katheterismus beginnt, muss man natürlich erst einmal lernen, wie es funktioniert. Andrea war zunächst unklar, wie oft er katheterisieren sollte und ob er überhaupt spüren würde, wann es Zeit dafür war. Er hatte viele Fragen, und am schwierigsten fiel es ihm, eine gute Routine zu finden.  

 
„Es dauerte eine Weile, bis ich für mich die richtige Routine für den ISK gefunden hatte, damit ich wieder mit meiner Familie unterwegs sein und die Dinge tun konnte, die ich vorher getan habe. 
 

Mit der Zeit lernte er, auch unterwegs zu katheterisieren, und entwickelte schließlich seine eigene Routine, die perfekt zu ihm passte. 

Foto von Andrea im Freien. Der intermittierende Katheterismus erfordert einen Lernprozess und mit der Zeit lernte Andrea, wie man unterwegs einen Katheter verwendet und entwickelte seine eigene, auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Routine.
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Andreas Darmprobleme

Kurz nach dem Auftreten seiner Blasenprobleme bemerkte Andrea auch Darmprobleme. Es gab Zeiten, in denen er bis zu zehn Tage unter Verstopfung litt. Zunächst versuchte er, seine Probleme mit Abführmitteln zu lösen, stellte jedoch bald fest, dass ihm die transanale Irrigation (TAI) helfen würde, seinen Darm zu regulieren. 


„Nachdem ich festgestellt hatte, dass mein Darm nicht richtig funktionierte, suchte ich gemeinsam mit meinem Neurologen nach einer Lösung. Später wurde mir vorgeschlagen, mit der transanalen Irrigation zu beginnen.“ 


Peristeen® Plus war eine große Hilfe für Andreas Darmprobleme. Er führt seine Irrigationen alle zwei Tage durch, in Kombination mit Abführmitteln. Genau wie beim Katheterisieren musste sich Andrea an seine neue Peristeen Plus-Routine gewöhnen.  


Beim Einstieg in die transanale Irrigation ist es wichtig, geduldig zu sein, da sich der Darm erst an diese Form der Darmkontrolle gewöhnen muss. Die beste Voraussetzung für den Erfolg ist eine konsequente Einhaltung Ihrer Routine. 1 Andrea half die TAI in Verbindung mit einer Ernährungsumstellung dabei, seine Darmfunktion aufrechtzuerhalten und seine Verstopfung besser zu managen. 

Welchen Rat kann Andrea zum Umgang mit Blasen- und Darmmanagement geben?

„Mein Rat an andere in meiner Situation wäre, zu akzeptieren, dass diese Techniken – ISK und TAI – eine Hilfe sind. Es ist eine Hilfe, die Sie sich selbst geben. Sie ermöglichen Ihnen ein besseres Leben.“ 

Wenn Sie Fragen oder Bedenken zu Ihrer Blase und Ihrem Darm haben, sind Sie nicht allein. Sie können sich an den Coloplast Beratungsservice wenden, um Unterstützung zu erhalten.  

Wie sieht Andreas Leben heute aus?

Freunde und Familie sind seit seiner Diagnose Andreas Lebensader und wichtigste Stütze. Sie geben ihm die Kraft und den Antrieb, sich weiter anzustrengen, sich zu erholen und wieder gehen zu können. Andrea und seine Familie können nun wieder gemeinsam auswärts essen gehen, Spaziergänge am See machen, und seine Blasen- und Darmmanagement-Routinen haben ihm die Angst genommen, das Haus zu verlassen. 


Heute engagiert sich Andrea ehrenamtlich bei der Italienischen MS-Gesellschaft, wo er anderen Menschen mit MS hilft – sei es durch Fahrdienste oder persönliche Unterstützung, wo immer er kann. 

Andrea sitzt mit seiner Familie an einem Restauranttisch. Wenn Sie Fragen oder Bedenken bezüglich Ihrer Blase und Ihres Darms im Zusammenhang mit MS haben, wenden Sie sich an Coloplast, um Unterstützung zu erhalten.
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